STÄDTISCHE MEISTERSCHULE
FÜR DAS HOLZBILDHAUERHANDWERK

MÜNCHNER KÜNSTLERHAUS

SKULPTURENAUSSTELLUNG IM INNENHOF

Vom 10. November bis zum 17. Januar 2016 werden plastische Arbeiten in unterschiedlichen Materialien der Meisterschule und Berufsfachschule für das Holzbildhauerhandwerk sowie Arbeiten der Fachschule Steintechnik im Innenhof des Münchner Künstlerhauses am Lenbachplatz gezeigt. Die Vernissage findet am Montag den 9.November um 19 Uhr statt. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.

Link: www.kuenstlerhaus-muc.de

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, indem die Präsidentin des Münchner Künstlerhauses ein schönes Vorwort geschrieben hat:

Bei einem Rundgang durch die städtische Berufsfachschule und die Meisterschule für Holzbildhauerhandwerk sowie die Fachschule für Steintechnik, die alle drei nur ein paar Hundert Meter vom Münchner Künstlerhaus in der Luisenstraße beheimatet sind, konnten wir vor ein paar Monaten Erstaunliches entdecken: Skulpturen aus Holz und Stein in handwerklicher Meisterschaft, mit Motiven und Formen aus Natur und Kultur, Mythologie und zeitgenössischer Realität – und all das in großer Fülle. Besonders beeindruckten mich die steinernen Städtelandschaften, in denen sich oft naturgegebene und menschengemachte Strukturen überlagern oder ergänzen.

Die heutigen Schulen gehen auf Einrichtungen zurück, die – wie auch das Münchner Künstlerhaus – Anfang des 20. Jahrhunderts gegründet wurden. Einen Neuanfang gab es 1947 mit der Eröffnung der „Berufsschule für Kunsthandwerker“ in der Luisenstraße, 1957 erweitert zur „Gewerbeschule für Bau- und Kunsthandwerker“. Diese entwickelte sich dann unter der Leitung von Ernst Maria Lang zum „Berufsbildungszentrum für Bau und Gestaltung der Landeshauptstadt München“. 20 Jahre lang, von 1961–1981, residierte der populäre Münchner Architekt und Karikaturist unter dem Dach der Schule. Dessen künstlerisches Gedankengut noch heute im Lehrplan zu spüren ist. Derzeit sind es vier Schulverbände, die das jetzige „Städtische Berufliche Schulzentrum Thomas Wimmer“ beherbergt.

Der Entschluss stand bald fest: Eine Auswahl der in diesen Räumen entstandenen und aufbewahrten Werke junger begabter Künstler sollte das Licht der Öffentlichkeit erblicken. Und so fanden inzwischen tatsächlich 20 Skulpturen – vom Holzdenkmal für einen Thunfisch bis zur in Stein gemeißelten „Favela“ – den Weg in den Innenhof des Münchner Künstlerhauses.

In diesem Katalog zeigen wir nicht nur die Exponate, sondern geben den jungen Künstlern die Möglichkeit, sich mit einem Statement zu ihren Arbeiten zu äußern – Raum für interessante und aufschlussreiche Entdeckungen.

Maja Grassinger

Präsidentin



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